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Weihnachtsspecial statt
Abschiedskonzert
Carlos
Cachafeiro kann nicht ohne Stolberg sein. Beim Konzert in der Altstadt
läuft der Sänger wieder zur Höchstform auf. Fans beschreiben diesen
Auftritt als einen der besten seiner Karriere. Zahlreiche Musiker wirken
mit.
Stolberg. Ohne sein Stolberg kann und will
Sänger Carlos Cachafeiro nicht sein. Bei seinem Konzert im „Piano“ am
Samstag war wohl jedem im Publikum klar, wie eng die Beziehung zwischen dem
Musiker und der Kupferstadt ist – und umgekehrt. Die Begeisterung der
Kupferstädter schlug dem 38-Jährigen an diesem Abend in geballter Form
entgegen und spornte Carlos zu Höchstleistungen an. „Es war eines seiner
besten Konzerte überhaupt“, sagte Jens Weiss und gab damit die
vorherrschende Meinung der Besucher wieder.
In der Musikkneipe war im positiven Sinne die
Hölle los, so voll war es, und die Stimmung war grandios. ... Dennoch werde
er die Anzahl seiner Auftritte reduzieren, teilte seine Managerin Melanie
Esser mit. Beim Konzert im Piano stellte der 38-Jährige erneut seine
Talente als Musiker und als Sänger unter Beweis: Er sang, spielte Bass und
auch Gitarre. Vier Stunden lang (!) feuerten Carlos und seine Freunde ein
musikalisches Feuerwerk aus Rock, Pop und Reggae ab. Während des kompletten
Auftritts mit auf der Bühne war Winnie Schleipen, Schlagzeuger der
Eschweiler Band „Beacon Cross“. Er begleitete das Event mit seiner Trommel.
Perfekt aufeinander eingespielt sind auch Carlos und Sängerin Lynda
Cordewener aus Valkenburg: Ihre Interpretation von „What’s up“ („4 Non
Blondes“) verursachte Gänsehaut-Gefühl. Umwerfend war auch der Auftritt von
Carlos mit Mel und Lilli. Die beiden Stolbergerinnen eroberten die
Zuschauer unter anderem mit einer witzigen Beatbox-Shaggy-Scatman-Einlage.
Der ganze Abend war ein Erlebnis. Zum Schluss standen alle Künstler noch
mal gemeinsam auf der Bühne sangen mit dem Publikum „We are the World“ –
das war „Wir-Gefühl“ hautnah.
Heike Eisenmenger,
Stolberger Nachrichten,
21.12.2011 |
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«Somebody
Wrong Blues Band» in der Altstadt
Der Blues hat
viele Freunde in der Stolberger Altstadt, und auch am Wochenende genossen die
Gäste in der Gaststätte «Piano» diese Musikrichtung.
Zum Live-Konzert spielte die Aachener «Somebody Wrong Blues Band» auf, die
erneut bewies, dass sie alle nötigen «Zutaten» mitbringt, um die Fans zu
begeistern: eine leidenschaftlich agierende Sängerin (Christine Isensee), zwei
ehrliche Gitarren, die von Alex Wilde und Albrecht Peltzer gespielt wurden,
eine beeindruckende Rhythmus-Sektion mit Jochen Stark (Bass) und Chris Andrä
am Schlagzeug und einen Keyboarder (Martin Peltzer), dessen Instrument die
Musik der Band nicht nur untermalt, sondern einen hohen Stellenwert im
Gesamtgeflecht des Sounds der «Somebody Wrong Blues Band» einnimmt.
Das Publikum im «Piano» erfreute sich an Klassikern wie Van Morrisons
legendärem «Moondance» oder «Me and Bobby McGee», das einst Janis Joplin zu
einem Welterfolg machte. Bei Stücken wie «House on the Hill» von «Lightnin'
Hopkins» und «Willin'» von «Little Feat», bei dem Bassist Jochen Stark zum
Mikrofon griff, überzeugte die «Somebody Wrong Blues Band» mit ihrem Können
und riss die Musikfreunde in der Altstadt mit.
Das Sextett zelebrierte regelrecht einige Songs der «Allman Brothers Band»,
unter anderem das rein instrumentale «Jessica», «Whipping Post», das traurige
«Worry down with the Blues» und natürlich das Stück, nach dem die Formation
sich benannt hat: «Done Somebody Wrong».
Auch wenn die Band sich ausschließlich dem Blues verschrieben hat, gelang ihr
ein abwechslungsreiches Konzert, da sie viele Facetten des Genres beherrscht.
Dies belegte auch der lautstarke Beifall, mit dem das Publikum die in Stolberg
immer wieder gerne gehörte Band bedachte.
Dirk Müller,
Stolberger Nachrichten,
6.12.2011 |
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Peter
Sonntag und «Final Virus»: Hommage an die Heimatstadt
«Es ist schön, wieder zu Hause sein und heute hier für Euch zu spielen»,
begrüßte Peter Sonntag das große Publikum in der Musikkneipe «Piano». Der
Extrembassist und nach eigener Aussage «weltweit bekennende Stolberger» kam
mit seiner Band «Final Virus» in die Altstadt, um Titel der 1960er und 1970er
Jahre in unnachahmlicher Weise in die Gegenwart zu projizieren.
Aus dem psychedelischen Klanggeflecht des atmosphärisch experimentellen
Beginns des Konzerts erwuchs eindrucksvoll die «Magical Mystery Tour» der
«Beatles», die nahtlos in «Pink Floyds» Song «Money» überging. So verwundert
es nicht, dass der Funken rasch übersprang bei Sonntags' Auftritt in seiner
Heimatstadt.
Schon waren die Gäste im überfüllten «Piano» begeistert, da ihnen die
musikalische Marschrichtung des Abends gewahr wurde: «Final Virus» zelebriert
Universalmusik. Mit kunstvollen instrumentalen Interpretationen bricht die
Formation kraftvoll die Grenzen zwischen E- und U-Musik auf, verwebt
harmonisch verschiedene Stilrichtungen, führt in innovativen und komplexen
Kreationen zum Ursprung und zum wahren Wesen der Musik. Stücke wie «I am the
Walrus» oder Stevie Wonders «Superstition» wurden durch Sonntags virtuosen
Bass und Markus Plums großartigen Einsatz von Posaune oder Trompete mehr als
nur zu neuem Leben erweckt.
Sie blühten in ungeahnter Schönheit und Größe auf und erreichten
Klangdimensionen jenseits musikalischen Schubladendenkens. Gitarristin Reno
Schnell verlieh mit ihrem präzisen wie leidenschaftlichen Spiel dem «The
Who»-Klassiker «Behind blue Eyes» hohe Emotionalität, ließ die synthetische «Limp
Bizkit»-Version vergessen und setzte sich mit grandiosen Soli in Szene.
Gästen bleibt die Luft weg
Dies gelang auch Max Sonntag, der zum Beispiel im druckvollen, dynamischen
«Mission Impossible» seinen Bandkollegen eine längere Pause gönnte. Er
bearbeitete Bass- und Snaredrum, Toms, Becken und Hi-Hat derart, dass den
Gästen im «Piano» buchstäblich die Luft wegblieb.
Ob «A Day in the Life», «Cocaine» oder «Pinball Wizard» - die jüngeren Zuhörer
genossen zeitlose Musik in modernem Gewand, die älteren bekamen «ihre Songs»
in Form der «Final Virus»-Interpretationen neu geschenkt.
Und diese Geschenke nahm das Publikum bereitwillig an: Der Mangel an Platz und
Atemluft im Saal tat der ausgelassenen Stimmung während des knapp
zweistündigen Konzerts keinen Abbruch, und die Kupferstadt feierte ihre
Musiker.
«Stolberg hat wirklich etwas Besonderes», kommentierte Peter Sonntag sehr
angetan nicht etwa die Leistung der vier Stolberger Ausnahmemusiker auf der
Bühne, sondern das enthusiastische Publikum, das einen großen Teil zu dem
berauschenden Abend beitrug. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass es nicht
unbedingt einer großen Bühne und eines großen Publikums bedarf, um einen
wahrlich großartigen Auftritt zu präsentieren.
Dirk Müller,
Stolberger Nachrichten,
11.10.2011 |
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Gitarrenvirtuose Adam Rafferty verzaubert die Altstadt
Der Mann ist einfach genial. Sein virtuoses Gitarrenspiel ersetzt ein
ganzes Orchester. Denn wenn der aus New York stammende Adam Rafferty seine
Akustikgitarre zur Hand nimmt, ist neben einem Schlagzeug auch ein
Bassinstrument sowie ein Saxophon zu hören.
Diese Begleitmusik, die mal melodisch sanft, mal wild rockig daherkommt,
erzeugt der 41-jährige US-Amerikaner, dessen Vorfahren mütterlicherseits
aus Österreich stammen, dadurch, das er seine Stimme einsetzt, das
Fingerpicking nutzt und mit der Hand sachte oder kräftig auf den
Resonanzkörper der Gitarre schlägt.
Es ist eine Kunst, mit der der Ausnahmegitarrist, der derzeit auf
Europatournee ist und neben Deutschland und Österreich im April auch in
Großbritannien und Serbien auftreten wird, am Samstag auch die Gäste in der
Altstadtkneipe «Piano» begeisterte.
Rafferty, der bereits zum vierten Mal in der Kupferstadt gastierte und den
Groovestil perfekt beherrscht, stellte Songs aus seinen 2008 bzw. 2009
herausgegebenen CD «Gratitude» und «Chameleon» vor. Des Weiteren gab der
Künstler auch Musik von Michael Jackson und Frank Sinatra sowie der Band «Kool
and the Gang» zum Besten. Die Mehrzahl der Stücke hat Rafferty allerdings
neu bearbeitet und ihnen so eine neue, individuelle Richtung gegeben.
Eine Originalkomposition ist das Stück «Ciao Bella», das neben den Songs «Fly
Me to the Moon», «Billie Jean» und «Ain't No Sunshine» erklang. Rafferty
gelang es, die Zuhörer mit seiner Musik zu fesseln. Seine Kunst wusste er
so geschickt einzusetzen, dass er bei melodischen, leisen Stücken das
Publikum zum Zuhören und Mitgehen zwang. So gab es immer wieder kräftigen
Szenenapplaus und Begeisterungsrufe.
Erst nach mehreren Zugaben konnte der Ausnahmegitarrist, der nach eigenen
Worten derzeit dabei ist, seine deutschen Sprachkenntnisse zu
vervollständigen, die kleine Bühne in der Altstadt-Kneipe verlassen.
Toni Dörflinger,
Stolberger Nachrichten,
15.03.2010
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Im
Finale sind alle chancenlos gegen Carlos
Seit rund
20 Jahren macht Carlos Cachafeiro nun schon Musik in Stolberg. Am
Samstagabend trat er im Kölner Tanzbrunnen zum Jahresfinale der bekannten
«Linus Talentprobe» an - und gewann den Wettbewerb bejubelt von über 300
mitgereisten Freunden und Fans aus der Kupferstadt.
Die «Linus Talentprobe» gilt als die härteste Talentprobe der Welt, da
das Publikum, das zugleich die Jury darstellt, nicht gerade zimperlich
mit den Kandidaten ins Gericht geht. Wer nicht gefällt, wird gnadenlos
ausgepfiffen und mit «Buh»-Rufen überhäuft.
Über das Jahr verteilt wurden in sieben Talentproben die besten
Teilnehmer ermittelt, um bei dem großen Jahresfinale gegeneinander
anzutreten und zwei der musikalischen Wettstreite im Sommer gewannen
Sänger aus der Region: Roberta Lorenza aus Aachen und Carlos Cachafeiro
aus Stolberg, der sich auf einer Open-Air-Veranstaltung in die Ohren und
Herzen von über 6000 Fans der Talentshow sang.
Gemeinsam mit den fünf anderen Gewinnern bestritten die Talente aus der
Region vor mehr als 2000 Zuschauern am Samstag die finale Talentprobe und
hofften auf das Wohlwollen des Publikums, das über Sieg und Niederlage
entschied.
«Nachdem ich eine Talentprobe gewonnen hatte, war mein Ehrgeiz geweckt.
Im Finale wollte ich nicht antreten, um zu verlieren», ging Carlos hoch
motiviert in den Wettbewerb. Doch noch vor der Endausscheidung, in der
die besten drei Interpreten den Sieg unter sich ausmachen, sollte sein
Optimismus schwinden. «Ich saß im Keller unter der Bühne und es war
überwältigend, als ich bis dort hören konnte, wie lautstark meine Freunde
schon vor dem Auftritt jubelten», freute sich der Sänger zunächst über
die enorme Präsenz seiner über 300 Fans, die mit Auto, Zug und fünf
Fan-Bussen aus Stolberg angereist waren, um «ihren» Carlos zu
unterstützen.
Er lieferte eine grandiose Show, als er voller Energie und Leidenschaft
den Titel «Paranoid» von Black Sabbath präsentierte und wurde von seinen
enthusiastischen Fans derart frenetisch gefeiert, wie es in der
35-jährigen Geschichte der Talentprobe noch nicht vorgekommen ist. Immer
wieder versuchte der Moderator Linus vergeblich die Stolberger
Carlos-Fans in ihrem Jubel zu bremsen, während das übrige Publikum, um
Chancengleichheit bemüht, nun gegen den sympathischen Sänger Stellung
bezog. «Zuerst habe ich meine vielen Fans gesehen und war sehr stolz.
Dann habe ich gemerkt, dass plötzlich alle anderen gegen mich waren und
dachte: Das war´s dann wohl...», beschreibt Carlos sein Auf und Ab der
Gefühle.
Knapp erreichte er die Runde der besten Drei und baute seine emotionale
Spannung so ab, wie er es am besten kann: Er rockte. Hingebungsvoll sang
er «Entre dos tierras» von «Heroes del Silencio» und lieferte eine
mitreißende Bühnenshow, die das Publikum vollends überzeugte. Waren die
Zuschauer zuvor noch in zwei Lager gespalten, konnte der Stolberger
Vollblut-Musiker mit professioneller und doch absolut natürlicher
Performance die große Mehrheit für sich gewinnen. Die sehr guten
Leistungen der zweit- und drittplatzierten Nadine Walter und Guido Liska
wurden von den Zuschauern mit begeistertem Applaus honoriert, aber zum
eindeutigen Jahres-Sieger der Linus Talentprobe kürten sie Carlos
Cachafeiro, den sie am Ende genauso ausgelassen feierten, wie seine
Stolberger Fans schon zu Beginn des Abends.
Für diese plant Carlos eine Dankeschön-Party und wird im Dezember zwei
Konzerte mit freiem Eintritt in der Kupferstadt geben, denn: «Es ist
toll, dass ich heute das Finale gewonnen habe, und es ist noch toller,
dass ich solche Fans habe», erklärte er seinen Freunden auf der
anschließenden After-Show-Party.
Dirk Müller,
Stolberger Nachrichten,
29.11.2009 |
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Neue Besetzung, aber die alte musikalische Stärke
Nicht zum
ersten Mal gastierte das niederländische Duo «Come together» jetzt in der
Stolberger Altstadt - und bestimmt nicht zum letzten Mal, wenn es nach dem
begeisterten Publikum im «Piano» geht.
Als Sängerin Annet die Gäste begrüßte und ihre ersten Töne sang, fiel
eingefleischten Fans des Ensembles auf, dass diesmal etwas anders war: Bei
«Come Together» kamen nicht wie gewohnt Annet und Sebastian zusammen.
«Sebastian ist für ein Jahr mit einem Zirkus auf Tournee. Daher habe ich
mich spontan mit Dennis zusammengetan», klärte Annet Franck auf.
Auf ihre spätere Aussage, die beiden Musiker hätten nur eine gemeinsame
Probe absolviert, reagierte das Publikum mit Unglauben. Zu harmonisch
musizierte die 27-Jährige mit Dennis van Lienden, der mehr als nur ein
guter Ersatzmann war. Zunächst glänzte der Gitarrist als exzellenter
Begleiter von Annet, die mit ihrer Stimmgewalt die Zuhörer faszinierte. Ob
romantische Balladen oder stimmungsvolle Rock-Stücke, das Duo
interpretierte Songs aus fünf Jahrzehnten kraft- und gefühlvoll zugleich.
Immer mehr bestätigte das Duo den Eindruck eines eingespielten Teams, das
schon lange gemeinsam konzertiert, und van Lienden spielte sich auf der
Gitarre in den Vordergrund. Den Rhythmus von «Valerie», einem Song von Amy
Winehouse, transportierte er großartig mit seiner Akustik-Gitarre, und bei
«Message in a bottle» von «The Police» übernahm er erstmalig den Gesang,
wobei er der Rockröhre von Annet Franck in nichts nachstand.
Anschließend spielte er trotz gerissener Seite Bruce Springsteens «Fire»
tapfer zu Ende, und bei den Klassikern «Rockin in the free world» von Neil
Young und Melissa Etheridges «Like the way I do» schien die Stimmung im
Piano auf dem Höhepunkt. Doch auch noch um 1 Uhr in der Nacht skandierte
das Publikum Zugaberufe, so dass «Come together» tatsächlich noch einmal
nachlegte.
Dirk Müller,
Stolberger Nachrichten,
29.10.2009 |
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Stolbergs Kult
hat zwei Namen
Jimmi Hendrix
unterwegs in Transsilvanien: So kann man die Mixtur beschreiben, die die
Bassikone Peter Sonntag und der Teufelsgeiger Mario Triska zu einer Einheit
verschmolzen haben.
Denn die Stolberger Ausnahmemusiker stellten am Samstagabend in der
Altstadtkneipe «Piano» eindrucksvoll unter Beweis, dass westliche und
östliche Musikstile keine Gegensätze bilden müssen und gut zusammenpassen
können, wenn das Improvisationstalent der Ausführenden auf einem hohen
Niveau steht. Und wenn dann noch das Publikum mitspielt und der
sprichwörtliche Funke überspringt, kann man das Geschehen getrost als
gelungen, eindrucksvoll und musikalisch perfekt bezeichnen.
Genau so war es im «Piano», als die rund 100 dicht gedrängt stehenden und
sitzenden Besucher die Vorgaben, die von den insgesamt fünf Akteuren kamen
- Geiger und Bassist wurden von Reno Schnell an der Gitarre, Markus Plum am
Keyboard und Max Sonntag am Schlagzeug unterstützt - begeistert umsetzten
und mit Singen, Klatschen und - soweit es die Enge zuließ - mit Tanzen
beantworteten. «Wir machen Alarm in der Kupferstadt», hatten Sonntag und Triska im Vorfeld des Konzertes angekündigt. Dass sie in der Heimat diesem
hohen Anspruch gerecht wurden, bewies nicht nur die Stimmung, die im Saal
herrschte, sondern auch die Einzigartigkeit des Gebotenen.
Neben den verschiedenartigen Musikkulturen -
Sonntag war für die von Miles Davis, Charly Parker und Frank Zappa
geprägten westlichen Rhythmen verantwortlich, und Triska jonglierte
geschickt mit osteuropäischen und indischen Zigeunerweisen - kamen die
unterschiedlichen Charaktere der beiden Ausnahmemusiker zu Tragen. Doch
nicht minder eindrucksvoll wussten sich Reno Schnell, Max Sonntag und
Markus Plum in Szene zu setzen, die zu später Stunde durch den Sänger Uwe
Pröckl verstärkt wurden. Allein die Trommelwirbel von Schlagzeuger Max
Sonntag waren beeindruckend. Eine Flitzefinger-Gitarristin war Reno
Schnell. Als besonders vielseitig erwies sich Markus Plum. Während er mit
der einen Hand das Keyboard betätigte, griff er mit der anderen zu Trompete
und Posaune.
Nach Aussage von Peter Sonntag soll die
Zusammenarbeit mit Mario Triska, die nach der Premiere im Aachener
Jakobshof und dem umjubelten August-Auftritt im polnischen Kostrzyn ihre
Bewährungsprobe längst bestanden hat, in die Erstellung einer neuen CD
münden, bei der die Gruppe «Final Virus» auf den Zigeunergeiger trifft.
Fortgesetzt wird «Live Musik im Piano» mit
dem Auftritt von Annet und Sebastian am Samstag, 24. Oktober, um 21 Uhr.
Dann wird das Duo «Come Together» Rock und Pop sowie Coversongs aus
mehreren Jahrzehnten bieten.
Toni Dörflinger,
Stolberger Nachrichten,
11.10.2009
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Von Rock'n Roll
bis zur Deutschen Welle
«Black &
White» nennt sich das aus Eschweiler stammende Duo, das am Samstagabend in
der Altstadtkneipe «Piano»
das Publikum mit einen aus Rock'n´Roll, Blues und Pop bestehenden Mix
unterhielt. Verstärkt durch eine den Stücken angepasste Hintergrundmusik
gaben der Sänger Norbert Schmitz und der Saxophonist Helmut Güldenberg, der
auch zur Gitarre und Querflöte griff, eine beeindruckende Visitenkarte
ihres musikalischen Könnens ab. Geboten wurden unter anderem Songs von Tina
Turner, Robby Williams, Joe Cocker, James Brown und Chris Rea.
Der bunte Mix querbeet durch alle
Stilrichtungen, der auch der Neuen Deutschen Welle Referenz erwies, war
unter anderem von Titeln wie «I just cal», «Love is in the Air», »That the
way» und «Knock on Wood» geprägt.
Beim Publikum kam der abwechslungsreiche Mix
gut an. Denn das Duo, das nicht nur von der brillanten Stimme des
58-jährigen Druckers Helmut Schmitz geprägt wurde, sondern sich auch durch
die Instrumentenvielfalt des 67-jährigen Glasers Helmut Güldenberg
auszeichnete, verbreitete Partystimmung pur und regte das Publikum zum
Tanzen an.
Gegründet wurde das Duo im März 2004.
Schnell war es den beiden Musikern dank ihrer musikalischen Vielfalt und
der professionellen Performance gelungen, sich einen großen regionalen
Bekanntheitsgrad zu verschaffen. Neben den Auftritten auf Galas und
Stadtfesten folgten Darbietungen in Belgien, Würselen, Aachen und Düren.
Toni Dörflinger,
Stolberger Nachrichten,
27.09.2009
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Debüt von Sohn Michael
mit Mama Barbara
Nach dem gelungenen Einstand im
Spätsommer vergangenen Jahres war jetzt die kubanische Sängerin Barbara Verdecia
erneut zu Gast in der Altstadt-Musikkneipe «Piano».
Musikalisch unterstützt wurde die temperamentvolle Bandleaderin und Sängerin
von der Gruppe «Barbara Y Vai Ven», der neben Verdecia auch der Schlagzeuger
Aliocha Escriola und der Tres-Gitarrist Hernandez Lazaro angehören.
Die Band und allen voran Frontfrau Barbara überzeugten durch Musikalität,
hervorragender Bühnenpräsenz und fantastischer Stimme. Geboten wurde ein aus
Salsa, Merengue, Jazz und afrokubanischer Musik bestehender sommerlicher Mix.
Sein Debüt gab Verdecias Sohn Michael, der die Sängerin am Percussion
begleitete.
Toni Dörflinger,
Stolberger Nachrichten,
14.09.2009
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